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In San San Pond Sak sind vielfältige Flora- und Faunaarten beheimatet, doch benötigen besonders zwei Spezies dringend Hilfe: Seekühe und Meeresschildkröten. Die SeekuhDer wissenschaftliche Name dieses kuriosen Tieres, das aufgrund seiner gutmütigen Erscheinung und seiner Größe jedermanns Aufmerksamkeit erregt, lautet Trichechus Manatus. Andere Merkmale, welche die Seekuh zu einer einzigartigen Spezies machen, sind seine Kraft, sein subtiler Charakter, sein Lebensraum Wasser und die halbmenschliche Erscheinung der Weibchen, die zwei Brüste haben. Aufgrund dieses letzten Merkmals verbinden ihn tausendjährige Sagen der Einwohner mit den Sirenen. Aus diesem Grund ordnen Experten die Seekuh der Säugetiergruppe der Sirenen zu. Alle Sirenen, einschließlich der Säuger, sind an den Lebensraum Wasser angepasste Pflanzenfresser, deren Gliedmaßen Flossen sind. Gegenwärtig gibt es drei Seekuharten auf der Welt: die Seekuh der Karibik oder der Antillen, den wir auch in Mittelamerika finden; die Amazonas-Seekuh und die Afrikanische Seekuh. Die erwachsenen Seekühe erreichen eine Länge von bis zu 3,5 Metern und wiegen ca. 1000 kg. Dies macht ihn zum größten kontinentalen Säuger Lateinamerikas. Diese Tiere verfügen über eine Reihe von interessanten Anpassungen an den Lebensraum Wasser. So sind seine Augen klein und den Ohren fehlt der externe Vorsprung (Protuberanz). Außerdem sind seine Knochen schwer, um dem Tier das Eintauchen zu erleichtern. Die Seekühe bewohnen Flüsse, Einmündungen ins Meer und Küstengebiete, bevorzugen aber diejenigen Bereiche, an denen sie Zugang zum Süßwasser haben. Trotz ihrer Größe sind Seekühe scheu und können lautlos verschwinden oder sich mit großer Geschwindigkeit wegbewegen, wenn man sie erschreckt. Normalerweise bewegen sie sich vollständig unter Wasser, doch können sie dank der Vorderflossen zum Abweiden der Ufervegetation den halben Körper aus dem Wasser heben. Sie ernähren sich von schwimmender Vegetation, von Pflanzen unterhalb der Wasseroberfläche oder an den Ufern und verzehren täglich bis zu 80 Kilo Wasserpflanzen. Seekühe sind langlebige Säugetiere mit einer niedrigen Fortpflanzungsrate. Einige Tiere leben mehr als 60 Jahre und die Weibchen bringen nach ungefähr 12 Monaten Trächtigkeit ein oder zwei Junge zur Welt. Diese verbringen ungefähr zwei Jahre mit ihren Müttern, bevor sie völlig selbstständig werden. Aufgrund dieser niedrigen Fortpflanzungsrate ist es für die Seekühe schwierig, ihre hohe Sterblichkeitsrate zu kompensieren. Leider wurden diese ruhigen, im Wasser lebenden Tiere für verschiedene Zwecke gejagt: Fleisch, Öl, Leder, etc. Neben dem Problem der Jagd existieren Gefahren neueren Ursprungs: die Zerstörung des Lebensraums (Abholzung und Zerstörung der Feuchtgebiete), Wasserverschmutzung, der Zusammenstoß mit Motorboten und der Fang in Fischernetzen. Gegenwärtig ist die Seekuh nahezu in allen Ländern, wo sie vorkommt, vom Aussterben bedroht. Quelle: www.fundacionmanati.org |
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Die MeeresschildkröteAllgemeine MerkmaleDie Lederschildkröte mit dem wissenschaftlichen Namen Dermochelys coriacea ist die einzige Meeresschildkröte ohne harten Panzer. Ihr englischer Name „Leatherback“ bedeutet “Lederrücken” und bezieht sich auf die weiche Haut ohne Schild, die dem Leder ähnelt, das sie schützt. Dieser Mantel wird von tausenden vieleckigen Knochenplättchen gestützt und gestärkt. Lediglich während der ersten Lebenswochen verfügt sie über Schuppen. Ihre Haut ist üblicherweise schwarz-weiß gefleckt. Der Panzer hat sieben verdickte Knochenplättchen oder vorspringende Kiele in aerodynamischer Form und ist leicht elastisch. Ihr Bauchpanzer kann andere Farben aufweisen und verfügt über fünf Kiele. Diese Spezies hat im Spanischen weitere Eigennamen wie Laúd, Canal, Tinglar, Siete Quillas, usw. GrößeDie Lederschildkröte ist die größte aller Spezies der Meeresschildkröten (ein Weibchen kann ca. 500 kg wiegen). Im Allgemeinen ist sie zwischen 130 - 175 cm groß. Ihr Kopf kann bis zu 20 % der Länge des Panzers ausmachen. Ihre Vorderflossen sind sehr kräftig und besitzen keine Krallen. Die größte Lederschildkröte seit Beginn der Aufzeichnungen war ein Männchen mit einem Gewicht von fast 1000 kg und einer Länge von 305 cm, gemessen vom Kopfende bis zum Schwanzende, das in Wales, Großbritannien, vor 15 Jahren gefangen wurde. LebensraumDie Lederschildkröte ist eine Spezies, die in großer Tiefe taucht und von allen Meeresschildkröten am weitesten verbreitet ist. Ein üblicher Tauchgang kann 15 Minuten dauern und obwohl dieser selten die Tiefe von 200 m übersteigt, ist von Tauchgängen von über 1000 m Tiefe berichtet worden. Man findet sie in allen Meeren der Welt, vornehmlich in den Tiefseegewässern der gemäßigten und tropischen Ozeane sowie in kalten, subarktischen Gewässern. Üblicherweise beobachtet man sie in gemäßigten Gewässern sowohl im Osten als auch im Westen der Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada. Die Lederschildkröten verfügen über eine breite Wärmetoleranz: sie können ihre Körpertemperatur bis zu ca. 18ºC oberhalb der Temperatur des sie umgebenden Wassers halten. Diese Eigenschaft ist auf die Wärmeträgheit ihrer enormen Körpermasse, der Fettschicht unter der Haut, die isolierend wirkt und die Tatsache, dass ihre Flossen wie ein Wärmeaustauscher durch Gegenstrom wirken, zurückzuführen. EiablageObwohl das genaue Erreichen der Geschlechtsreife nicht bekannt ist, gehen verschiedene Studien davon aus, dass diese im Alter von 9 bis 14 Jahren erreicht wird. Das Höchstalter beträgt mindestens 30 Jahre. Das Weibchen legt durchschnittlich 5 bis 9 Gelege pro Jahr in Abständen von 9 bis 10 Tagen. Diese Gelegeserien erfolgen alle 2 oder 3 Jahre, obwohl einige Studien gezeigt haben, dass das Weibchen auch in aufeinanderfolgenden Jahren nisten kann. Die Eiablagen finden in der Nacht statt, wenn die Schildkröte das Meer zur Eiablage verlässt. Diese erfolgt üblicherweise oberhalb der Flutlinie. Die eiablegenden Weibchen bevorzugen Strände mit niedrigem Kontinentalsockel (tiefliegender Zugang), einfachem Zugang ohne Felsen oder scharfkantigen Korallen, sowie Küsten mit starken Strömungen und hohem Wellengang. In jedes Nest legt ein Weibchen durchschnittlich 80 Eier mit Eidotter ab (jeweils ungefähr so groß wie eine Billardkugel), neben ca. 30 kleinen Eiern ohne Eidotter von unterschiedlicher Größe. Die Brutzeit der Eier beträgt ungefähr 65 Tage. Wie bei den übrigen Spezies hängt die Geschlechtsbestimmung der Brut von der “Temperatur-schwankungsbreite” ab. In Surinam und Französisch-Guayana wurde diese Temperatur auf ungefähr 29,5ºC geschätzt. Wie bei anderen Spezies der Meeresschildkröten begünstigt das Ausbrüten bei höheren Temperaturen die Erzeugung von Weibchen. BrutDie kleinen Schildkröten verfügen über kleine, vieleckige Schutzschilder und sie sind vornehmlich schwarz mit weißem Relief und Rändern. Eine weitere Charakteristik der Neugeborenen besteht in den Vorderflossen, die fast die gleiche Länge wie der Panzer aufweisen. Außerdem haben sie keine Krallen. Die übliche Länge des Panzers beträgt 60 mm und sie wiegen ungefähr 45,5 Gramm. MigrationenDie Meeresschildkröten verbringen mehr als 90% ihres Lebens im Wasser (Ernährung, Fortpflanzung und Migration). Während dieser Zeit können die Lederschildkröten, wie alle Meeresschildkröten, Hunderte und manchmal sogar Tausende von Kilometern zwischen dem Futtergebiet und dem Niststrand migrieren. Um den vollständigen Schutz der Meeresschildkröten in ihrem Lebensraum zu gewährleisten, ist es erforderlich, mehr über ihre Migrationsgewohnheiten und ihr Verhalten im Wasser zu erfahren. Neuere Untersuchungen, wie etwa die Anbringung von Sattelitensendern an den Meeresschildkröten, haben sehr wichtige Information über diese Etappe ihres Lebenszyklus geliefert. So fand man heraus, dass Lederschildkröten, die an den Stränden der Karibik nisten, an die Ostküste der Vereinigten Staaten und Kanadas migrieren, während Schildkröten, die an den Stränden Mexikos und Panama nisten, zu den äquatorialen Gewässern in der Nähe der Galapagos Inseln migrieren. Es bestehen allerdings noch große Wissenslücken hinsichtlich der Migrationen dieser Spezies. SchutzstatusLaut Weltnaturschutzunion (spanische Abkürzung UICN) handelt es sich bei der Lederschildkröte um eine akut vom Aussterben bedrohte Spezies. Dies bedeutet, dass sich ihr Bestand weltweit in den letzten 10 Jahren um 80 % verringert hat. Einige der wichtigsten Niststrände, wie zum Beispiel die Pazifikküste Mexikos, haben in den letzten zehn Jahren einen sehr drastischen Rückgang um bis zu 90 % erfahren. GefahrenDie Hauptgefahren für die Lederschildkröte sind der zufällige Fang beim Fischfang, die nicht nachhaltige Verwertung der Eier und der Fang der Schildkröten sowie die Zerstörung oder die Veränderung ihres Brutlebensraums. TendenzenLaut jüngsten wissenschaftlichen Studien und zahlreichen Daten von Nestzählungen an den Niststränden der Lederschildkröten muss ihr Schutz am östlichen Pazifik dringend verbessert werden. In den großen Kolonien hält diese rückläufige Tendenz an den Orten, wo die Schildkröte wenig geschützt wird, an. Im Hinblick auf Nistkolonien befinden sich die vier größten Populationen weltweit in Französisch Guyana und Surinam, an der Südküste von Gabun, Trinidad und Tobago, und an der Karibikküste von Costa Rica und Panama, wobei sich die letzten drei innerhalb des Handlungsgebietes der Interamerikanischen Konvention für den Schutz und die Erhaltung der Meeresschildkröten befinden. Quelle: http://www.iacseaturtle.org/coriacea.htm Diese Dokument wurde von der Geschäftsstelle Pro Tempore der Interamerikanischen Konvention für den Schutz und die Erhaltung des Meeresschildkröten (CIT), San José, Costa Rica, April 2005, veröffentlicht. Siehe vollständige Hinweise unter http://www.iacseaturtle.org/coriacea.htm |





